Schnieft der Stubentiger?

So ein Schmuddelwetter! Nicht nur für uns Menschen beginnt die Erkältungszeit, auch für unsere Katzen. Was können wir tun, um das Immunsystem der Miezen stark und widerstandsfähig zu machen? Zum Glück so einiges…

Ist die Katze erkältet, geht es ihr nicht anders, als wenn es uns erwischt hat: Das Näschen läuft, die Kulleraugen tränen, der Stubentiger niest und fühlt sich schlapp. Hat das arme Kätzchen außerdem warme Ohren und Pfoten, ist dies ein eindeutiges Zeichen für Fieber. Zögern Sie nicht, ab in die Tierarztpraxis! Bei der Untersuchung kann das Fachpersonal feststellen, ob es sich „nur“ um eine kleine Verkühlung handelt oder ob eine weitaus gefährlichere Angelegenheit hinter den Symptomen steckt: der Katzenschnupfen.

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Achtung, ansteckend

Katzenrhinitis, wie man medizinisch sagt, ist im Gegensatz zu einer relativ harmlosen Erkältung eine schwere und hochansteckende Infektionskrankheit. Gleich mehrere Erreger können zum Ausbruch führen. Parasitäre Bakterien, Chlamydien, ebenso feline Calici- und Herpesviren sowie Mykoplasmen gelten als die Hauptübeltäter. Ein Katzenschnupfen befällt die oberen und unteren Atemwege. Die Schleimhäute sind meist entzündlich geschwollen, Nase und Augen eitrig verklebt. Logisch, dass der kranken Katze das Atmen hörbar schwerfällt, sie schlecht riechen kann und kaum Appetit hat. Vor allem junge Kitten und Seniorkatzen können sich leicht infizieren. Überhaupt ist die Ansteckungsgefahr nicht nur für Freigänger extrem groß. In einem Mehrkatzenhaushalt, wo die Samtpfoten miteinander kuscheln und aus gemeinsamen Näpfen fressen, wandern die Erreger ebenso schnell von einer zur nächsten. Impfungen reduzieren das Risiko zwar, doch einen 100-prozentigen Schutz bieten sie nicht. Umso wichtiger ist, dass Sie die Gesundheit jeder Ihrer Miezen bestmöglich unterstützen. Aber wie?

Antibiotikum ist nicht alles

Dreh- und Angelpunkt, wenn es ums kätzische Immunsystem geht, ist die Ernährung. Ein hochwertiges Futter, selbstverständlich ohne Getreide und Zucker, sollte es sein. Diese proteinreichen Fleisch- und Fischmahlzeiten enthalten von Natur aus einen ganz bestimmten Stoff, der für einen optimal funktionierenden Stoffwechsel und für aktive Abwehrkräfte entscheidend ist. Die Rede ist von Lysin. Diese Aminosäure ist bekannt für ihre antiviralen Eigenschaften und hilft dabei, Calici- und Herpesviren in Schach zu halten, also jene Fieslinge, die sonst zum gefürchteten felinen Schnupfen führen können. Möchten Sie Ihren Schnurrer vor einer Infektion bewahren, kann eine tägliche Extraportion Lysin sinnvoll sein. Ist der Katzenschnupfen schon da oder zeigen sich erste Anzeichen, gibt es in der Regel ein Antibiotikum von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt. Auch dann eignet sich Lysin als Begleittherapie, um die Genesung zu beschleunigen und um die Symptome gering zu halten.

Schnurren statt Schnupfen

Katzen lieben Reinlichkeit – und die brauchen sie auch, um fit und vital zu bleiben. Daher bieten Sie Ihrem Stubentiger immer frisches Wasser und eine saubere Katzentoilette. Außerdem: Es geht doch nichts über einen kuscheligen Schlafplatz, regelmäßige Streicheleinheiten und reichlich Möglichkeiten, den Spieltrieb auszutoben. Aus Katzenaugen heraus haben Sie so schon viel für die Gesundheit Ihres Stubentigers getan. Statt Schniefen hören Sie dann sicherlich nur dies: leises Schnurren …

Für die Katze gibt’s u.a. auch Ergänzungsfuttermittel mit Lysin in Ihrer Apotheke!

Sprechen Sie uns auf das Thema an, wir beraten Sie gern.

Naturheilkunde & Gesundheit 10/24
Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette “Naturheilkunde & Gesundheit” Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.